Hofstrasse

Städte bestehen aus festgefügten Architekturen und sind doch permanenten Veränderungen unterworfen. Im Zuge der Globalisierung hat sich ein radikalisierter Kapitalismus über alle Grenzen hinweg zunehmend aller Lebensbereiche und der Stadt bemächtigt.

Zug ist eine Stadt der Widersprüche. Es ist eine Stadt, die zwischen Alt und Neu balanciert, zwischen den Zugstämmigen und den Neuansässigen, den Neureichen und den Geringverdienern. In den letzten Jahren sind diese Widersprüche angesichts des Rekords niedriger Steuerraten noch sichtbarer geworden.

Ungezügelte Geschwindigkeit begleitete den Bau von Luxuswohnblocks, Büroräumen und Geschäften, die zum Kennzeichen des „neu entwickelten“ Zug geworden sind.

Aus meiner Sicht, muss sich das architektonische Wachstum der Stadt den Notwendigkeiten des Alltags anpassen. Eher als der Wandel der Stadt, interessiert mich die Geschwindigkeit der Neuerung und deren Konsequenzen und Wirkungen, die auf die Einwohner Einfluss nehmen, sowie auch die Frage, in welchem Maß diese Bauschnelligkeit unser tägliches Leben beeinflusst.

Städte werden von uns verändert, und gleichzeitig verändern sie unser Verhalten, unser Benehmen und unsere zwischenmenschliche Beziehungen.

 

Mit meinem Video ziehe ich die Aufmerksamkeit auf die Beschleunigung des Wachstums und möchte dessen Auswirkung spüren lassen.

Das Video wurde an der Hofstrasse 9 aufgenommen, den 22. Januar 2014 von 15.00 bis 16.00. Eine Stunde des Hofstrasse-Lebens habe ich in 5 Minuten konzentriert.

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