Vom Guggi bis zum Johnson Hill – ein Spaziergang über 4 1/2 Hügel

Die Stadt Zug ist geprägt durch seine umliegende Landschaft, den See, den Zugerberg und kleine landschaftliche Erhebungen. Der folgende abwechslungsreiche Spaziergang führt uns über 4 1/2 Hügel vom Postplatz bis zum Johnson Hill.

avz_lk_p04_01 avz_lk_p04_02Abb.: Karte und Höhenprofil, SchweizMobil

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Von unserem Ausgangspunkt, dem Postplatz, geht es als Erstes hinauf auf das Guggi. Von oben geniesst man eine wunderbare Aussicht über die Dächer der Altstadt, auf den Zugersee und bei guter Wetterlage auf die Alpen. Dieser Aussichtspunkt verdankt seine Höhe zu einem Teil dem Aushubmaterial des darunterliegenden Eisenbahntunnels: „Für den Bau des Abschnittes Zug Bahnhof-Friedbach wurden 107’000 m3 Erdmaterial bewegt. Das Aushubmaterial für den Tunnelbau wurde für den Bau eines aufgeschütteten Dammes verwendet, auf welchem auch der neue Bahnhof erstellt wurde. Ein kleinerer Teil dieses Erdmaterials wurde auf dem Guggi aufgetürmt und schuf so einen neuen Aussichtspunkt auf die Stadt Zug.“ (Informationstafel „Das Tor zum Süden“, Stadtbahnhaltestelle Postplatz, Stadtarchiv Zug)

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Weiter gehend bietet sich, etwas abseits des Weges, ein weiterer Ausblick auf die Stadt Zug, nun auf den nördlichen Teil der Stadt.

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Vom Guggi etwas hinunter und wieder hoch geht es den Hang entlang in Richtung Guggiwäldli. Der Weg führt durch eine lauschige Waldpassage, Vogelgezwitscher vermengt sich mit gedämpften Stadtgeräuschen, und durch die Vegetation eröffnen sich kleine Ausblicke auf die naheliegende Stadt.

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Das idyllisch gelegene Guggiwäldli bietet sich für eine kurze Ruhepause an.

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Der Spaziergang führt uns weiter hinab auf einer grossartig inszenierten Treppenanlage mit abruptem Ende. Rechter Hand geht es dann auf einem kleinen gepflasterten Weg in Richtung Metalli.

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Nochmals ein Blick zurück auf das Guggiwäldli, schön zu sehen ist die vorher begangene Treppenanlage mit dem markanten Baumbestand.

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Nach Durchquerung des Metalli-Einkaufszentrums kommen wir zum dritten Hügel unseres Spazierganges, wobei wir hier von einem nicht mehr vorhandenen Hügel, einem Negativ-Hügel oder Krater sprechen müssen. Einst war hier an erhöhter Lage, 4 m über dem Stadtniveau, der Bahnhof mit vorgelagertem Bahnhofsplatz angelegt. Dieser Hügel wurde ebenfalls zum Teil mit Aushubmaterial des Guggitunnels geschaffen. Ob die hier wieder abgetragene Aufschüttung an einem anderen Ort zu einem neuen Hügel geführt hat, ist nicht bekannt.

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Vom Bahnhofskrater geht es nun entlang der Gubelstrasse zur letzten Station des Spazierganges, zum Johnson Hill.

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Der Johnson Hill lässt sich bequem dem Grat entlang erkunden. Glücklicherweise wurde auch dafür gesorgt, dass der Zugang nicht durch parkierende Fahrzeuge verstellt wird. Aussicht bietet der Hügel keine, dafür eine interessante Geschichte: als mittelalterliche Landwehr geplant, wird das dahinterliegende Gebäude vor drohenden Gefahren geschützt, einzig der dazugehörende Graben wurde falsch angelegt, er befindet sich auf der anderen Seite des Gebäudes, wodurch die Wirkung der Wehranlage etwas vermindert wird.

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Abb: Landwehr-Skizze. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Landwehr. Zeichnung: W. Poguntke.

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Für nimmermüde Spaziergänger gibt es zum Abschluss noch einen letzten Höhepunkt: den Little Johnson Hill.

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