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Vom 9.9.1913 bis zum 21.5.1955 führte die ZVB (bzw. das Unternehmen ESZ – Elektrische Strassenbahnen im Kanton Zug – vor 1951) einen Überland-Tramstrecken Betrieb mit den Linien Zug–Oberägeri, Zug–Baar–Thalacker und Nidfurren–Menzingen.
Die Tramstrecke Zug–Schönegg sowie die Standseilbahn Schönegg–Zugerberg wurden 1907 von dem Unternehmen Zuger Berg- und Strassenbahn (ZBB) eröffnet. Der Trambetrieb wurde 1959 durch einen Bus ersetzt.

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Abb.: Zug Alpenstrasse, Abschiedsfahrten der ZBB Trams, Mai 1959 (Quelle: Privat)

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der „Betriebslärm“ der Trams ein charakteristisches Geräusch der Stadt, so schreibt Dr. Ueli Ess in der Einführung des Buches „Grossvaters Zug“ (1979, S.3):

„Kürzlich stand ich vor dem wachsenden Geschäftshaus „Eisenhammer“ an der Bahnhofstraße und schaute den Bauarbeiten zu, die mit all den Hilfsmitteln der Technik etwas Faszinierendes an sich haben. Dabei versuchte ich mich auch zu erinnern, wie denn die Bahnhofstraße früher aussah, und meine Gedanken schweiften unwillkürlich zurück. Mit einem Mal waren sie wieder da, die Bilder der Stadt meiner Jugend, ihre Geräusche und – soweit das möglich war im Gestank der Hauptverkehrsstraße – auch der Duft. Es gab ja auch damals Lärm, aber er war anders. Es war der Lärm des ZBB–Trams, das in den Kurven quietschte, als ob es sich nicht aus der einmal eingeschlagenen Richtung zwingen lassen wolle.“

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